Arachnophobia

  1. Erscheinungsjahr

1991

 

  1. Hersteller

BlueSky Software

 

  1. Sprache / System

englisch / Amiga, PC

 

  1. Genre

Jump´n Run

 

  1. Allgemeines

Es gibt nur wenige unerschütterliche „Naturgesetze“ in der Spieleindustrie, eins davon ist „ Ein gutes Spiel bekommt vielleicht einen Nachfolger, ein Schlechtes ganz sicher.“ , ein anderes „ Je besser der Film, desto mieser das dazugehörige Spiel.“ Dieses Gesetz bestätigt Arachnophobia. Der gleichnamige Film gehört zu meinen Lieblingsmovies, hat er doch genau die richtige Mischung zwischen Komödie und Horror gefunden. Die Geschichte ist schnell erzählt, ein übereifriger Photograph wird im Dschungel Südamerikas von einer unbekannten Spinnenart gebissen, seine Leiche wird zusammen mit dem Übeltäter in seine Heimatstadt, Canaima, überstellt. Es kommt wie es kommen muss, das Ungeziefer findet gefallen am neuen Lebensraum und verbreitet sich, da Spinnen gemeinhin verdammt böse und hinterhältige Kreaturen sind, wird natürlich die Bevölkerung von Canaima dezimiert. Ein Großstadtdoktor, der örtliche Kammerjäger und ein Arachnoidenexperte machen sich daran dem Ganzen ein Ende zu setzen.

Ein talentiertes Entwicklerteam hat also genügen Stoff, um ein vernünftiges Spiel zu zimmern, allerdings stecken in Arachnophobia mehr vergebene Chancen als Krabbeltiere.

 

  1. Das Spiel

Das erste was Sie vom Spiel sehen sind einige stimmungsvolle Grafiken, fängt ja gar nicht mal schlecht an. Dann die erste Überraschung, das Alter Ego des Spielers ist der Kammerjäger McClintock, im Film gespielt von John Goodman, nun ja er war eh der lustigste Charakter. An diesem Punkt fängt das Spiel an eigene Wege zu gehen und enttäuscht mit jedem neuen Screen. Hat man den Kopierschutz (man muss eine Spinnenart identifizieren) hinter sich, sieht man Canaima aus der Vogelperspektive, die Kleinstadt ist auf ungefähr ein Dutzend Häuser geschrumpft. Am unteren Bildschirmrand befindet sich eine Statusanzeige, die Auskunft über Gesundheit und Waffen gibt, daneben ist der Bugometer, der jetzt aber noch nutzlos ist. Hat man sich einen Überblick verschafft, kann man nun mit dem Truck zu einem der Wohnhäuser fahren und diese betreten. Hier beginnt der „Actionteil“ des Spieles. Ein Haus besteht auf drei bis vier Etagen, in jedem Raum bekommt man es mit den kleinen Krabblern zu tun. Die Querschnittsansicht lässt zwar einen guten Überblick zu, ist grafisch aber alles andere als nett anzusehen. Irgendwo im Haus befindet sich ein kleiner Eiersack( Originalübersetzung!) , diesen gilt es zu finden und zu zerstören, dafür steht dem Spieler die Giftspritze des Kammjägers zur Verfügung, mit einem begrenzten Vorrat an Anti-Spinnen-Spray, ist dieser aufgebraucht muss man das Haus verlassen und aus seinem Truck Nachschub holen. Es gibt auch einen Flammenwerfer, den muss man aber umständlich zusammen suchen, dafür erhält der Spieler aber auch die einzige Möglichkeit die Spinnenkönigin zu töten. Hinweise auf deren Aufenthaltsort bekommt man durch den Bugometer, der nach jedem zerstörten Eiersack die grobe Richtung angibt.

Hat man die Königin getötet kommt man…hm…ich weiß nicht wohin man dann kommt, da ich es nie so weit gebracht habe und darüber bin ich auch nicht traurig. Das Spiel ist in allen Belangen geradeso Mittelmaß, die Grafik ist selbst für 1991 ein Witz, die Steuerung viel zu sensibel und der Sound hat seinen Namen nicht verdient (das gilt auch für die sporadisch eingespielten Sprachsamples).

 

Fazit: Ein schwacher Vertreter des Genres und eine billiger Abklatsch des Filmes!

 

Posted in A

Schreibe einen Kommentar