Civilization II

  1. Erscheinungsjahr

1996

 

  1. Hersteller

Microprose

 

  1. Sprache / System

deutsch / PC (Windows)

 

  1. Genre

Rundenstrategie

 

  1. Allgemeines

Sid Meier ist wohl neben Richard „ Lord British“ Garriot und Peter Molyneux einer der bekanntesten Köpfe der Softwarebranche. Und sein legendärer Ruf kommt nicht von      ungefähr, liest sich die Liste seiner veröffentlichten Spiele wie ein „ Who is Who “ der Spielgeschichte Pirates, Colonization und Railroad Tycoon sind nur einige der Spiele die den Weg in die Herzen der Gamer gefunden haben. Sein erfolgreichstes Spiel ist wohl Civilization, das damals alle Verkaufszahlen brach und eine der besten Serien begründete. Sid´s Erfolgsrezept ist dabei denkbar einfach, ein höchstmögliches Maß an Komplexität, ohne dabei den Spieler je zu überfordern, und eine Spielwelt die dem Benutzer kaum Grenzen setzt.

Heute hat Sid Meier mit Firaxis seine eigene Spieleschmiede, deren Erstlingswerk „Alpha Centauri“ direkt an die alten Erfolge anknüpfte. Vor wenigen Monaten erschien ein Remake des achtziger Jahre Hits Pirates, eine Veröffentlichung die jeder Oldie-Liebhaber wohl sehnlichst herbeigewünscht hat.

 

  1. Das Spiel

Civilization II ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, das dem Spieler die Möglichkeit gibt einen kleinen Steinzeitstamm durch die Wirren der Zeitgeschichte zu führen um eine blühende und mächtige Zivilisation zu begründen. Jeder der den Vorgänger gespielt hat wird sich sofort zu recht finden, Neulingen steht eine umfangreiche Onlinedokumentation zur Verfügung, die alles rund um das Spiel erklärt. Allerdings ist das Interface so intuitiv zu bedienen, dass das kaum nötig sein wird. Sämtliche wichtigen Bildschirme lassen sich über die Windowsleiste erreichen, den Großteil des Screens nimmt die eigentliche Spielkarte ein, daneben teilen sich die Weltkarte und das Infofenster den rechten Bildschirmrand. Wer mag kann das ganze Geschehen in verschiedenen Stufen zoomen, was die Übersicht stark erhöht.

Das Spiel beginnt im Jahre 4000 v.Chr. mit einer kleinen Anzahl Siedler gilt es einen geeigneten Standort für seine Hauptstadt zu finden. Berge mit Rohstoffen versprechen eine gute Industrieausbeute, Wiesen mit Büffeln produzieren viel Nahrung und Felder mit Edelsteinen machen die Bevölkerung glücklich, denkt man einen guten Platz gefunden zu haben, lässt man die Siedler den ersten Spatenstich machen und die Hauptstadt ist gegründet. Nun liegt es beim Spieler welche Richtung er einschlagen möchte. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Arten das Spiel zu beenden. Möchte man als friedlicher Herrscher in die Analen eingehen, sollte man den Schwerpunkt auf die Forschung legen, sie ist der Schlüssel zur Bevölkerung des Weltraumes, natürlich ist Forschung teuer und der Tec-Tree gewaltig, also sollte man auf eine starke Wirtschaft achten.

Glaubt man an die milit. Überlegenheit seines Volkes lässt man die Sterne Sterne sein und macht sich daran die bis zu sieben Gegner vom Erdenrund zu blasen, um am Ende als Welteneroberer dazustehen. Ganz ohne Forschung wird das aber auch nicht gehen, es sei denn sie hoffen darauf das einer ihrer Speerträger den ollen Panzer des Gegners schon zerlegen wird. Die dritte und einfachste Möglichkeit das Spiel zu beenden ist heil das Jahr 2000 n.Chr. zu erreichen, denn da endet die Punktewertung von Civ II und es wird Bilanz gezogen, natürlich kann man dann nicht auf eine besonders gute Bewertung hoffen.

Für welchen Weg man sich auch entscheiden mag, ganz leicht wird es nicht. Spätestens wenn nach der dritten gegründeten Stadt, die erste revoltiert, der Nachbar meint seine Grenzen in Richtung ihrer Hauptstadt ausdehnen zu müssen und das Staatssäckl bedrohlich einstellige Zahlen aufweist kommt der erste Stress auf. Die revoltierende Stadt könnte man noch mit einem Tempel zufrieden stellen, ist dafür kein Geld da macht man aus einem Bürger einen Entertainer, das hat aber weniger Nahrung zur Folge und könnte zur Hungersnot führen. Auch der expansionswütige Nachbar ist für Geldgeschenke sehr empfänglich, allerdings wird nach erfolgter Bestechung seine Gier auf ihre Ländereien nicht weniger. Früher oder später wird er sie erneut angreifen. Nach der ersten erfolgreich bestandenen Krise, kann man sich wieder dem Regieren widmen. Vielleicht die Steuern erhöhen, seine Städte ausbauen, von einer einfachen Kornkammer bis zum Kernkraftwerk ist alles möglich, die Forschung voran treiben, oder das Militär aufrüsten. Ist man ratlos kann man auch einen seiner Berater konsultieren. Und irgendwann will man sich ja auch mal ein Weltwunder gönnen, ein Zeugnis ihrer Macht.

Erfolgreiches zivilisieren will gelernt sein, von anfänglichen Rückschlägen sollte man sich nicht entmutigen lassen, sondern überlegen wo der Fehler lag um daraus zu lernen.

Civ II ist ein Spiel mit extrem hohen Wiederspielwert, die Möglichkeiten und Strategien sind einfach so groß, dass das Gefühl „ Ich könnt´s ja mal so oder so probieren“ immer wieder aufkommt.

 

Fazit: Der Sid-Faktor ist ein Phänomen, Civ II ist für mich eines der besten Spiele überhaupt!

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