Civilization

  1. Erscheinungsjahr

1991

 

  1. Hersteller

Microprose

 

  1. Sprache / System

denglisch / Amiga, Atari ST, PC

 

  1. Genre

Strategie

 

  1. Kurzinfo

Wohl kein anderes Spiel wird mehr mit Sid Meier in Verbindung gebracht, als Civilization. So genial Pirates!, Railroad Tycoon, Gunship und Colonization auch sein mögen, Civ setzt in Sachen Spielbarkeit, Originalität und Langzeitspaß immer noch einen drauf. So ist Civilization im Laufe der Jahre, ebenso wie Sim-City, zu einem der Spiele geworden, die fast schon zur Grundausstattung eines vernünftigen PCs gehören. Kein Wunder also, das zahlreiche Entwickler versucht haben, das erfolgreiche Spielkonzept zu kopieren, aber keines dieser Produkte erreichte die Qualität des Vorbildes, erst als 1996 Civ 2 erschien, konnte das Ur-Civilization in seinen wohl verdienten Ruhestand gehen. Die konsequente Weiterentwicklung der Stärken des Klassikers zeichneten diesen Nachfolger aus. 2001 erschien der bisher letzte Teil des Strategiehits, entwickelt im Hause Firaxis, Meier-Fans wissen, dass dies die neue Wirkungsstätte von Mr. Civilization ist.

Mittlerweile ist Civilization 6 da und man darf gespannt sein…

 

  1. Spielbeschreibung

4000 v. Chr.

Der Stamm der Deutschen hat die Nase voll, vom ewigen Nomaden-Dasein. Aus diesem Grund haben unsere Stammesältesten beschlossen, ein fruchtbares Gebiet zu suchen, um dort Viehzucht und Ackerbau zu betreiben.

3860 v. Chr.

Endlich! Wir haben einen geeigneten Landstrich für unsere Siedlung gefunden, direkt an der Küste. Die See scheint voll mit Fischschwärmen zu sein und die Umgebung sehr fruchtbar für unsere Felder. Nach einer kurzen Diskussion waren sich alle einig, dass hier der Ursprung unserer Zivilisation sein soll, also fingen wir an einfache Hütten zu bauen und die Gegend zu erkunden, dabei stießen wir im Süden auf Berge mit komisch glitzernden Steinen, vielleicht lässt sich daraus was machen…

3300 v. Chr.

Unsere Hauptstadt wächst und gedeiht! Wir können nun auch Vorräte lagern, den neuen Kornspeichern sei dank und auch der Warentausch auf dem Marktplatz floriert. Zum Schutz vor wilden Tieren und Barbaren haben die Ältesten bestimmt, ein paar Bürger zu Soldaten auszubilden, die hängen nun den ganzen Tag in der Stadt rum und futtern uns das Essen weg, aber wer weiß schon, wann man sie mal gebrauchen kann.  Zum Glück haben wir heraus gefunden was es mit den glitzernden Steinen auf sich hat, unsere Gelehrten nennen es Metallerz und scheinbar kann man daraus gute Werkzeuge machen…eine verrückte Welt!

2180 v.Chr.

Wie die Zeiten sich ändern! Vor einiger Zeit hat man die Ältesten aus der Stadt gejagt, eine Republik sind wir jetzt, sagte man uns. Naja, die Leute in dem Gebäude mit den vielen Büchern kommen schon auf lustige Ideen, gerade erst haben die Runde Scheiben an einen Kasten genagelt und ein Pferd davor gespannt, so lassen sich ganz einfach schwere Sachen transportieren! Das ist auch bitter nötig, denn sonst würden wir ewig bis zur neuen Siedlung im Westen brauchen. Die Soldaten sind nun auch aus der Stadt weg, erst haben sie die neuen Siedler begleitet und dann machten sie sich auf, unsere Welt zu entdecken! Ob wir sie wohl je wiedersehen werden?

20 n Chr.

Das Ende der Welten droht! Wir stehen am Abgrund, dabei lief in den letzten Jahren alles so gut! Drei weitere Siedlungen haben wir gegründet und fantastische wissenschaftliche Entdeckungen wurden gemacht Wasser das durch Leitungen fließt, Münzen die das Tauschen überflüssig machten und sogar das Meer konnten wir endlich bezwingen. Eine wahrhaft große Zivilisation schienen wir zu sein, bis die Soldaten zurückkehrten, kaum einer konnte sich an sie noch erinnern, aber das spielte auch keine Rolle mehr, als sie von ihren Erlebnissen erzählten. Im Osten gibt es anscheinend einen anderen Stamm, der zwar weniger fortgeschritten ist, aber dafür umso kriegerischer und auch zahlenmäßig weit überlegener! Jedenfalls konnten unsere Soldaten fliehen.  Eigentlich müssten wir uns keine Sorgen machen, nur leider hat damals niemand daran gedacht, die fortgehenden Soldaten durch Neue zu ersetzen, alle Städte waren völlig schutzlos.

Und nun war es nur eine Frage der Zeit, bis die Franzosen, so nannten sie sich, vor den Toren unserer Hauptstadt auftauchen würden.

40 n. Chr.

Uh, ich bin der letzte Deutsche. Keiner hat die Brandschatzung der Franzosen überlebt, warum nur haben wir uns den bedingungslosen Glauben an die Wissenschaft hingegeben? Nun werden wir nichts anderes als eine Fußnote der Geschichte sein. Hoffentlich bewahrt unser Beispiel spätere Zivilisationen vor dem selben Schicksal…

 

Oben beschriebenes Szenario dürfte der eine oder andere vielleicht kennen, erfolgreiches zivilisieren will aber auch gelernt sein! Bis man seinen kleinen Stamm siegreich durch die Wirren der Zeitgeschichte führt, bedarf es einiges an Übung, das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente, Wirtschaft, Forschung, Militär und Diplomatie, ist derart komplex, das anfängliche Fehler im Spielverlauf gravierende Konsequenzen haben können. (eine ausführliche Beschreibung des Spielablaufs finden sie in der Review zu Civilization 2)

Ebenso erfreulich gut gelungen wie das Spielprinzip, ist auch die Steuerung, das Zusammenspiel von Maus und Tastatur klappt hervorragend, mit der Zeit allerdings werden Profis wohl gänzlich auf die Tastatur zurückgreifen, da so ein wesentlich schnelleres Spielen ermöglicht wird, vorausgesetzt man kennt die vielen Hotkeys!

Fast schon Tradition für die Civ-Reihe ist die technische Rückständigkeit, die Spielgrafik ist zweckmäßig, Animationen gibt es überhaupt nicht und Zwischensequenzen werden durch Standbilder dargestellt. In Sachen Sound gibt es da auch nichts Besseres zu vermelden, nur die Verwendung des PC-Speakers hätte spartanischer sein können. Ebenfalls Tradition ist wohl auch die katastrophale Lokalisierung, deshalb auch die Verwendung von „denglisch“, so finden sich englische Wörter bzw. Satzstücke ebenso, wie eine Grammatik, die von Verona F. nicht schlechter sein könnte. Trotz diesen Kritikpunkten ist Civilization zu einem legendären Spiel geworden, das unterstreicht das geniale Gameplay einmal mehr!

 

Fazit: spielen, spielen, spielen!

 

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