Crazy Cars

  1. Erscheinungsjahr

1987

 

  1. Hersteller

Titus Software

 

  1. Sprache / System

englisch / Atari ST, Amiga, C64, PC u.a.

 

  1. Genre

Rennspiel

 

  1. Kurzinfo

Ein frech grinsender Fuchs ist das Markenzeichen der französischen Spieleschmiede Titus Software und mit einem solchen Grinsen sitzt man auch des Öfteren vor einem Produkt eben jenes Hersteller, denn die spielerische Qualität der einzelnen Games ist alles andere als konstant. So kommen solch Perlen wie Duck Tales, Prehistorik und Blues Brother ebenso von den Franzosen, wie die Ofenschüsse Fire & Forget und Crazy Car. Lediglich der Großteil der Jump´n Runs von Titus bietet durchweg ein hohes Maß an Spielspaß. Dabei wilderte man auch durchaus in vielen anderen Genres, vom Beat´em Up über 2D Shooter bis hin zum Rennspiel kam so ziemlich alles Mögliche.

Wie schon erwähnt ist Crazy Cars nicht unbedingt das Aushängeschild von Titus, umso unverständlicher das daraus eine Trilogie wurde, war der Rennspielsektor doch vor allem von Größen wie Test Drive und Lotus bestimmt, deren Qualität auch nicht durch dreistes Abkupfern ansatzweise erreicht wurde.

Das es den Franzosen dadurch aber nicht an Selbstbewusstsein fehlt bewiesen sie mit der Veröffentlichung des Jump´n Runs Titus The Fox, ein digitales „Denkmal“ für das eigene Maskottchen…

 

 

  1. Spielbeschreibung

Wie dieses Spiel eigentlich zu seinem Namen gekommen ist, würde mich schon mal interessieren, zwar stehen dem Spieler mit Modellen von Mercedes, Porsche, Ferrari und Lamborghini Fahrzeuge der Luxusklasse zur Verfügung, aber das macht sie ja nicht gleich zu verrückten Autos. Übrigens können sie ihr Gefährt nicht direkt auswählen, sondern müssen nach und nach die einzelnen Typen frei „fahren“. Sie starten also mit der Altherren-Schaukel, Mercedes, und müssen sich auf allen der fünf Strecken als würdig erweisen, den nächst besseren Wagen zu bekommen. Eine richtige Herausforderung ist das 70 Sekunden Zeitlimit, welches für jede Strecke gilt, aber nicht, ebenso wenig stellen die acht gegnerischen Autos ein Hindernis dar, es sei denn sie erweisen sich als penetranter Auffahrunfallverursacher, denn nur dann könnte es mit dem Sieg etwas eng werden, ein Schadensmodell oder Crash-Animationen gibt es in solchen Fällen leider nicht, ihr Vehikel bremst lediglich stark ab, der Unfallgegner zieht während dessen natürlich auf und davon. Nun ein Arcade-Racer ist schließlich keine Simulation, wichtig ist doch nur dass das Geschwindigkeitsgefühl stimmt, mag jetzt der eine oder andere sagen. Nur leider fällt eben dieses wichtige Element durch gänzliche Abwesenheit auf, vielmehr hat man das Gefühl, das der eigene Wagen auf der Stelle steht und sich dafür die Straße unter einem „bewegt“.  Wer auch darüber hinweg sehen kann, der wird wohl spätestens bei der grafischen Darstellung das weiße Fähnchen schwenken. Hier trifft das Wort „crazy“ ausnahmsweise mal zu. Die Automodelle und vor allem der Hintergrund, je nach Strecke werden Skylines, Berge oder Vergnügungsparks dargestellt, sind relativ gut gelungen, aber dieser komische, in seinen Farben variierender, Pixelbrei abseits der Straße ist einfach indiskutabel, sollte er wirklich etwas darstellen, so hab ich zu wenig Fantasie, um zu erkennen, was es denn nun sein könnte. An dieser Stelle eine ernstgemeinte Warnung, lassen sie bitte die Finger von der C-64 Version, diese ist nämlich einfach nur schlecht!

Will jemand trotz aller Mängel jedes Fahrzeug frei schalten, so ist man damit ungefähr eine halbe Stunde (Ladezeiten mit eingerechnet) beschäftigt, anschließend geht das Vergnügen mit dem Benz von vorne los. Bleibt noch zu erwähnen das es keinen Mehrspielermodus, keinen einstellbaren Schwierigkeitsgrad, keine manuelle Schaltung und auch keinen Spielspaß gibt, somit auch keinen vernünftigen Grund „Crazy Cars“ zu spielen!

 

Fazit: Spielen sie lieber eine Runde Pit Stop II…

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