Duck Tales – Quest for Gold

  1. Erscheinungsjahr

1991

 

  1. Hersteller

Titus Software

 

  1. Sprache / System

englisch / Amiga, Atari ST, C64, PC

 

  1. Genre

Action / Wirtschaft

 

  1. Kurzinfo

Donald Duck feierte sein digitales Debüt mit Donald Ducks Playground ja schon Mitte der 80er Jahre, obwohl kein spielerischer Höhepunkt, war es dennoch ein Stück nette Unterhaltungssoftware. „Duck Tales – Quest for Gold“ bringt nun, Titus Software sei dank, die gesamte Entenhausener  Sippschaft auf den Rechner, sollte es wirklich Leute geben, die noch nie etwas von den Enten und ihren Abenteuern gehört haben, hier eine kurze Vorstellung. Dagobert Duck ist so ziemlich die reichste Ente auf der Welt und geizig wie nix gutes, hat aber trotz allem ein weiches Herz, vor allem zu seinen drei Neffen Tick, Trick und Track. Die Drei sind hauptberuflich begeisterte Pfadfinder und beziehen ihre Talente hauptsächlich durch die Ausbildung bei Fähnlein Fieselschweif, das ist auch bitter nötig, denn ihr Onkel Donald Duck bringt die gesamte Familie oft genug in die Predulie und sorgt dafür, das die Ducks von einem Abenteuer in das nächste stolpern. Quack der Bruchpilot ist Dagoberts persönlicher Pilot und ein wahres Flieger-As, nur mit dem Landen will es noch nicht so recht klappen. Natürlich gibt´s auch unangenehme Zeitgenossen in Entenhausen, Mac Moneysack zum Beispiel, er ist übellaunig, weil eigentlich nur er die reichste Ente der Welt sein möchte und versucht daher, Dagobert Duck wo´s nur geht zu schaden, das will auch die Panzerknackerbande, ein wilder Haufen Unholde, die öfter im Gefängnis sitzen, als ihnen lieb ist.

Das sind natürlich nur ein paar Charaktere aus den Duckgeschichten, aber für das Verständnis des Spiels reichen sie allemal aus. Für die Umsetzung des Stoffs hat Disney die Jump´n Run Experten von Titus Software verpflichtet, die schon mit Titus The Fox und Prehistorik ein goldenes Händchen für Hüpf und Rennspiele bewiesen.

 

  1. Spielbeschreibung

Das Dime Magazine zeichnet alljährliche die Ente des Jahres aus, einen Titel den Dagobert Duck die letzten 20 Jahre für sich beanspruchen konnte. Doch nun ist der Gewinn eines Wettbewerbs erforderlich, um die begehrte Auszeichnung zu bekommen und Mac Moneysack tönt natürlich großspurig, das nur er diesen Preis gewinnen kann. Als Ente mit Anstand nimmt Dagobert Duck die Herausforderung an. Die Regeln sind schnell erklärt, der Enterich, welcher nach 30 Tagen das meiste Geld verdient hat, steht als Gewinner da.

Natürlich ist es die Aufgabe des Spielers dieses Geld zu verdienen und die Ducks zu noch mehr Ruhm und Reichtum zu verhelfen. Geld liegt nicht auf der Straße, das dürfte hinlänglich bekannt sein und so gilt es den ganzen Erdball zu bereisen und durch kurze Actionsequenzen Bares zu scheffeln. In einer Sequenz müssen sie Fotos von seltenen Tieren schießen, je seltener desto mehr Kohle gibt´s für das Bild, ein rosa Elch bringt zum Beispiel 500 $ ein oller Braunbär dagegen nur 50 $. Eine Andere stellt sie vor die Aufgabe ein Höhlensystem nach Schätzen zu suchen, gar nicht so leicht, wenn man von einer Mumie verfolgt wird und aufpassen muss, nicht in eines der vielen Erdlöcher zu fallen. Ein drittes Minispielchen stellt eine Art Jump´n Run dar, steuern sie einen von Dagoberts Neffen heil und unbeschadet zum Gipfel eines Berges. Leider gibt es nur ein paar dieser Sequenzen, so das sich der Spielablauf recht schnell wiederholt und langweilig wird, die nur durch die recht witzigen Fliegereinlagen unterbrochen wird, mit der man sich zum jeweiligen Zielgebiet begibt. Als kleinen Nebenverdienst ist es auch möglich mit Aktien zu spekulieren, viel Gewinn verspricht das aber nicht. Das dieses Spiel aber trotzdem durchaus Spaß macht, hat einen einfachen Grund, die Grafiker von Titus haben sich mit der Darstellung der einzelnen Screens und Figuren extrem viel Mühe gegeben, so das man so viel wie möglich vom Spiel sehen möchte, selten waren Computerfiguren so nah am Comicvorbild wie bei Quest for Gold. Erstaunlicherweise ist übrigens die PC-Version die am wenigsten gelungene Konvertierung, selbst auf dem C 64 kommt mehr Spielspaß auf. Doch dieses Stimmungsplus hält nicht ewig an und irgendwann wird deutlich das einfach zu wenig Abwechslung geboten wird, um den Spieler auf Dauer zu fesseln, dafür hätten es mehr und vor allem anspruchsvollere Actionsequenzen sein müssen, denn so ziemlich alles was älter als 8 Jahre ist, dürfte sich dezent unterfordert fühlen. So bleibt dieses Duck Tales Abenteuer ein spielerisch mäßiges Produkt, aber dafür in Hochglanzverpackung mit Schleifchen! Selbst für die härtesten Disneyfans bietet Quest for Gold nur wenige Stunden Spielspaß!

 

Fazit: Von außen ein schöner Schwan, aber der Rest ist eher ein hässliches Entlein…

Posted in D

Schreibe einen Kommentar