Dune II Westwood Klassiker

  1. Erscheinungsjahr

1992

 

  1. Hersteller

Westwood Studios

 

  1. Sprache / System

deutsch / Amiga, PC

 

  1. Genre

Echtzeitstrategie

 

  1. Kurzinfo

Frank Herberts Sci-Fi Märchen “Dune – Der Wüstenplanet” trägt schon lange das Prädikat „Sollte man gelesen haben“, ebenso wie die Erstverfilmung des Stoffes das Prädikat „Sollte man gesehen haben“ trägt. Und nun raten sie doch mal welches Prädikat das zweite Computerspiel der Dune-Thematik trägt? Richtig, „sollte man gespielt haben“! Dieses Spiel macht genau  das, was schon Maniac Mansion und auch Civilization gemacht haben, es setzt für sein Genre neue Standards, die bis noch bist heute in allen Echtzeitstrategietiteln zu finden sind!  Dabei war der erste Versuch der Konvertierung der Thematik auf die Rechner der Spieler nicht sonderlich erfolgreich, der Strategie/Adventure Mix von Exxon war zwar gefällig, aber kein Top-Spiel, also legte Virgin die Verantwortung für eine zweiten Teil in die Hand von Westwood, das sich schon mit der Eye of the Beholder Reihe einen Namen gemacht hatte! Eine richtige Entscheidung, wie sich heraus stellen sollte. 1998 veröffentlichte Westwood Dune 2000, eine zeitgemäßes Update des Original-Spieles, mit kleineren Verbesserungen und schönerer Grafik, allerdings ohne den Erfolg von Dune 2. Als inoffizieller Nachfolger der Wüstensaga gilt Command & Conquer – Der Tiberiumkonflikt, dieses Spiel legte gleichzeitig den Grundstein für einer der bekanntesten Serien der Spielegeschichte.

Heute liegt der Name Westwood in der Lizenzschublade von EA und existiert als eigenständiges Studio nicht mehr, ein Ergebnis der merkwürdigen Geschäftspolitik des Software-Giganten.

 

  1. Spielbeschreibung

Dune, auch Arrakis genannt, ist ein schroffer ungastlicher Wüstenplanet, kein Ort an dem man länger verweilen möchte, wäre er nicht der einzige Planet im Universum, an dem das ungemein bekehrte Spice zu finden ist. Spice stellt die Lösung für so ziemlich alles dar und ist deshalb auch Streitobjekt des folgenden Abenteuers!

Um die Förderquote des Spice zu erhöhen, hat der Imperator beschlossen, die alleinige Schürflizenz für Arrakis jenem Haus zu erteilen, welches alle anderen Häuser in einem harten Wettkampf besiegt. So beginnt der Kampf um Arrakis.

Als Spieler müsssen sie sich für eines der drei Häuser entscheiden, dem Haus der Atreides, der Harkonnen und der Ordos. Die Unterschiede sind allerdings nur sehr gering, das betrifft das Einheiten-Design ebenso, wie den Ablauf der einzelnen Missionen.

Steht ihre Wahl fest, so erhalten sie auch schon ihren ersten Befehl. Zu Beginn gilt es lediglich eine bestimmte Menge Spice zu förden, eine vergleichsweise einfache Aufgabe. Später werden die Missionen schwieriger, da ganze Basen des Gegners zerstört werden müssen. Das Vorgehen ist dabei aber immer das selbe!

Sie starten mit einem Bauhof und einer handvoll Einheiten, also ist Basis-Aufbau angesagt. Gebäude können nur auf festen Untergrund gebaut werden und brauchen zusätzlich noch ein Fundament, so wird ausreichender Baugrund schnell knapp. Haben sie ihr erste Kraftwerk errichtet schalten sich weitere Gebäude frei, unter anderem auch die sehr wichtige Spice-Raffinerie, die in der Grundausstattung einen Harvester beinhaltet. Damit bessern sie ihren Kontostand auf und leisten sich so schnell eine kleine Streitkraft, in den ersten Missionen besteht diese aus schwachen Infanterieeinheiten und leichten Kampffahrzeugen, in höheren Levels kommen dann noch Panzer, Raketenwerfer und anderes Kriegsspielzeug hinzu, passen sie aber auf wo sie ihre Privatarmee parken, ab und zu taucht nämlich ein Sandwurm auf, sollten dann irgendwelche Einheiten nicht auf Felsen stehen, können sie davon ausgehen, das sie kurz darauf im Magen einen solchen Wurmes zu finden sind.

Wie schon gesagt, spielen sich die Missionen alle gleich, Basis bauen, Armee aufstellen und Gegner plätten, durch das originäre Spielprinzip ist man aber bereit dies zu verzeihen. Im Gegensatz zu anderen Design-Schnitzern, das nervige Einheiten-Limit ist da noch der geringste, aber die völlige Abwesenheit der Einheiten-KI, die verspätete Warnung bei Angriffen und die Tatsache jede Einheit einzeln befehligen zu müssen, wiegen schon schwerer. Dem Spielspaß schadet das allerdings nur wenig, schließlich wird man mit sehr guter Sprachausgabe und Soundeffekten verwöhnt. Szenariobedingt ist die Grafik sehr schlicht, Einheiten und Gebäude sind zwar gut gezeichnet, aber die Umgebungsgrafik ist öde, na ja wie sollte es auf einem Wüstenplaneten auch anders sein, wenigstens hinterlassen Explosionen kleine Krater und Fahrzeuge Spuren im Sand.

Dune 2 ist eines der ersten Spiele seiner Art und schon deshalb spielenswert, das Gameplay ist trotz der kleineren Mängel sehr gut und so macht ein Abstecher auf den Wüstenplaneten allemal mehr Spaß, als der hundertste Echtzeit-Titel, die sich eigentlich nur dem Namen nach unterscheiden!

 

Fazit: …für dieses Spiel wurde es echt-zeit!

 

 

dune2

Posted in D

Schreibe einen Kommentar