Indiana Jones und der letzte Kreuzzug / Indiana Jones 3

  1. Erscheinungsjahr

1989

 

  1. Hersteller

LucasFilm Games

 

  1. Sprache / System

deutsch / Amiga, PC

 

  1. Genre

2D-Adventure

 

  1. Allgemeines

„Indiana Jones und er letzte Kreuzzug“ ist das dritte Grafikadventure von LucasFilm Games, beflügelt von den Erfolgen von „Maniac Mansion“ und „Zak McKracken“ wagte man sich erstmals an ein Lizenzprodukt. Die enge Zusammenarbeit von Steven Spielberg und George Lucas, während den Dreharbeiten zu den drei Indy-Teilen , macht klar, das hier kein 08/15 Spiel entstehen wird. Eine Weiterentwicklung der SCUMM-Engine sorgte für eine herausragende grafische Darstellung und die Verwendung von gleich drei bekannten Programmierer ( R. Gilbert, D. Fox, N. Falstein) machen deutlich wie wichtig dieses Projekt für die Californier war. Indy III wurde schließlich ein hochwertiges Spiel, dessen Stärke und Schwäche die Lizenz an sich ist. Obwohl jederzeit der LucasFilm-Humor deutlich wird und die Atmosphäre, weil 1:1 umgesetzt, sehr dicht ist, sind eigene Ideen nicht zu finden. Hat man den Film gesehen, spielt man das Adventure in wenigen Stunden durch. Auch alternative Strategien, wie man sie bei „MM“ oder „ZM“ findet, konnten nicht umgesetzt werden. Indy III ist ein Spiel zum Film, welches allein auf die Stärken der Vorlage setzt, ohne eigene Wege zu gehen. So erreichte Dr. Jones erstes Abenteuer auf dem Computer nicht das Niveau seiner Vorgänger, liegt aber auch nicht weit davon entfernt. Mit „The Fate of Atlantis“ kehrte man aber wieder an die Spitze des Genres zurück, ohne einengende Filmvorlage konnte man Indy auf eigenen Beinen stehen lassen und zeigen das es keinen Spielberg braucht, um eine gute und spannende Story zu zimmern!

 

 

  1. Das Spiel

Die Story dürfte eigentlich jeder kennen! Dr. Jones sen. wurde von den bösen Nazis entführt und gezwungen für sie den Heiligen Gral zu finden. Indiana erfährt davon und macht sich daran 1. seinen Vater zu retten, 2. den Heiligen Gral zu finden und 3. die ganze Welt (mal wieder) vor der braunen Meute zu beschützen!

Die Steuerung ist gewohnt komfortabel, mit dem Mauszeiger bewegen sie Indiana Jones über den Bildschirm, vergrößern ihr Inventar und stellen Befehle mit vorgegebenen Satzteilen zusammen. Auf diese Weise entdecken sie mit Indy vergessene Katakomben in Venedig, Geheimgänge in einem österreichischen Schloss und können sich sogar das Tagebuch des alten Herren vom Führer signieren lassen. Erfahrene Cineasten erfreuen sich über den hohen Wiedererkennungswert des Spieles, erfahrene Adventurespieler vermissen hingegen Eigenständigkeit und Tiefgang. Erwähnenswert ist die 3.Generation von SCUMM, sie lässt Indy perspektivisch korrekt schrumpfen, sobald er in die Tiefe des Raumes geht und sorgt für einen hohen Detailreichtum der einzelnen Screens! Dies ist auch einer der Gründe warum ausschließlich Besitzer von 16-Bit Rechnern Indianas Abenteuer erleben dürfen.

Indiana Jones und der Letzte Kreuzzug ist ein gutes Spiel und eine der besten Filmumsetzungen, wenn man bedenkt was andere Hersteller mit einer Toplizenz veranstaltet haben!

 

Fazit: Für Indy-Fans ein „Muss“, für Adventure-Fans ein „Man könnte ja mal…“

indy3

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